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Lieferantenbewertung


Die Lieferantenbewertung stellt einen wichtigen Teil des Lieferantenmanagement dar. Eine systematische und regelmäßige Lieferantenbewertung ist die Grundvoraussetzung für einen transparenten Überblick über die gesamte Lieferantenbasis. Die deutschsprachige Wikipedia (de.wikipedia.org) definiert Lieferantenbewertung folgendermaßen:

"Lieferantenbewertung ist eine Methode der Betriebswirtschaft zur systematischen Beurteilung der Leistung von Lieferanten anhand definierter Merkmale. Die Lieferantenbewertung ist Teil des Lieferantenmanagements bzw. der Lieferantenanalyse. Der Lieferantenbewertung folgt eine Klassifizierung der Lieferanten, sowie daraus abgeleitete Konsequenzen. [...]
Das Ziel der Lieferantenbewertung ist die Vorabauswahl von Lieferanten, um im sich anschließenden Vergabeprozess nicht mit allen Lieferanten in Verhandlungen zu treten. Ein weiteres Ziel ist die Eingrenzung des Lieferantensets, um die Anzahl möglicher Lieferanten zu reduzieren. Weiterhin steht die Optimierung der Lieferantenbeziehungen im Vordergrund, um somit letztlich das zu beschaffende Gut hinsichtlich der einzelnen unternehmensspezifisch zu definierenden Merkmale zu optimieren. Durch die Kombination der Merkmale kann eine Aussage zur Gesamtperformance des Lieferanten getroffen werden und der Lieferant somit entsprechend klassifiziert werden. Die Klassifizierung erfolgt häufig in den groben Kategorien "bevorzugter Lieferant", "zu entwickelnder Lieferant" und "verbotener Lieferant". Die einzelnen Ausprägungen sind in der Praxis dabei unterschiedlich, ebenso die Anzahl der vorhandenen Klassen. [...]

Forderungen an die Lieferantenbewertung
Die Bewertung muss für beide Seiten transparent und einheitlich erfolgen, um eine Akzeptanz zu schaffen. Die Ableitung von Konsequenzen ist ebenfalls vorzusehen.

Kennzahlen der Lieferantenbewertung
Die Begriffe Kennzahlen, Kriterien, Faktoren und Merkmale werden häufig synonym verwendet.
Die ausgewählten Merkmale beziehen sich dabei auf die Ziele des Abnehmers, so genannte Key Performance Indicators (KPI). So werden in der Praxis häufig Kriterien aus cross-funktionalen Bereichen herangezogen. Häufig zu finden sind dabei die Bereiche Technologie, Logistik und Qualität, sowie der Einkauf. Das Innovationspotenzial des Lieferanten wird ebenso teilweise mit einbezogen. Die Kriterien können quantitativ oder qualitativ sein. Die Bezugsebene der Lieferantenbewertung sind in der Praxis häufig die einzelnen Materialgruppen.
Gängige Kriterien der Lieferantenbewertung sind z.B. die ppm-Rate der gelieferten Teile, der Preis, die Mengen- und Termintreue sowie die Innovationsfähigkeit des Lieferanten. Die erst genannten Kriterien sind dabei objektiver Natur und relativ leicht messbar, die Innovationsfähigkeit hingegen ist eine subjektive Größe und ist somit schwieriger messbar.
Weitere in der betriebswirtschaftlichen Literatur genannte subjektive Faktoren sind z.B. Kooperationsverhalten, Commitment und Kommunikation. Diese sind dann zumeist in allen Unternehmensbereichen messbar.
Die Erhebung der Kennzahlen läuft dabei systemtechnisch ab. Am Markt existieren hierfür unterschiedliche Lösungen von verschiedenen Anbietern.
[...]
Die Bewertung hat regelmäßig zu erfolgen und sollte in bestimmter Berichtsform aggregiert werden. Die Berichte dienen sowohl dem operativen wie auch dem strategischen Management des beschaffenden Unternehmens. Ferner können Berichte erstellt werden, die dem Lieferanten Transparenz über seine erbrachte Leistung verschaffen und es ihm ermöglichen, Maßnahmen ableiten zu können. Dabei können sowohl quantitative, als auch qualitative Verfahren eingesetzt werden.[...]"

Seite „Lieferantenbewertung“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. Mai 2010, 17:42 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lieferantenbewertung&oldid=74856723 (Abgerufen: 4. August 2010, 09:39 UTC)

Mit LCM Purchase bietet The Quality Group eine hoch automatisierte Lieferantenbewertung zur Messung der Leistungsfähigkeit bestehender Lieferanten. Die Kriterien können dabei in LCM Purchase frei definiert und gewichtet werden. Der Bewertung liegen "harte Faktoren" wie Kennzahlen zu Liefer- oder Qualitätstreue, die direkt aus dem ERP-System kommen, und "weiche Faktoren", welche durch interne Fachabteilungen wie Einkauf, Logistik oder Qualitätsmanagement gepflegt werden, zugrunde. Regelmäßige Aktualisierungen stellen Transparenz und Vergleichbarkeit über die gesamte Lieferantenbasis her und bilden eine wichtige Datenbasis für die Lieferantenklassifizierung und Entscheidungsgrundlage für die Maßnahmen zur Lieferantenentwicklung.


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